Freitag, 23. Mai 2014

Persembe - Ünye

Der Umweg über Persembe war gut, echte Küstenstrasse mit up and down an Steilküste mit südlicher üppiger Vegetation abseits der Schnellstrasse. Für Velofahrer wäre der Küstenabschnitt westlich von Samsun wahrscheinlich schöner. Morgen verlasse ich das Meer wieder mit Ziel Kappadokien.
An Nachmittag hat sich dann das Schwarze Meer doch noch blau gezeigt.

Donnerstag, 22. Mai 2014

220514 Giresun

Küstenfahrt im Waschküchenklima des Schwarzen Meeres. Nach der Höhenluft ist der Geruch des Meeres auch gut, jedoch habe ich dauernd das Gefühl ich müsse mich abduschen.
Das Pontos-Gebirge weiterhin im Nebel.

Mittwoch, 21. Mai 2014

210514 Trabzon

Vom Höhentraining zur Seeluft und damit auch wieder zu Lärm, Gestank und Teer. Auch die Türken haben ihre Küsten zugeteert.
Nach dem gestrigen Tag nur ein kurzes ausstrampeln.

Dienstag, 20. Mai 2014

200514 Köknar - Of am Schwarzen Meer

Irgend einmal musste ich ja die türkischen Feldwege testen, nicht immer nur 4-spurigr Strassen.
Zuerst 29km einspurige Nebenstrasse und dann geht es los zum Pass 2330 müM über einen 8km langen Feldweg, möglichst steil und möglichst viel eiskalten Gegenwind. Oben hat es Flecken von Neuschnee.
Dann eine ca. 25km Abfahrt auch auf einem Feldweg, irgendwo ist noch eine Umleitung, an einer Stelle liegt ein Felsbrocken und schliesslich bin ich im Nebel verhangenen Schächental. Trotz Verfassungsartikel haben sie das ganze Tal mit Minaretten voll gestellt!
In Wirklichkeit bin ich in einem bewaldeten V-Gebirgstal im Pontus-Gebirge und im Haselnussland. Hoch über dem Fluss liegen die Siedlungen und Äcker an den Steilhängen. Weiter unten im Tal gibt es Haselnuss-Plantagen. Weitere km geht es das Tal runter und ich erreiche, noch halb On, in der Ortschaft Of das Schwarzen Meer.

Montag, 19. Mai 2014

190514 Bayburt

Bayburt ist eine uralte Stadt an einer natürlichen Talsperre (Wegzollerpresser), eingeklemmt zwischen felsigen Hügeln, wovon einer befestigt ist. Die Stadt wurde oft aufgebaut und gleich oft wieder zerstört und überlebte so alle Herrschaftssysteme. Die Wälder der Pontischen Berge, wo ich durchgefahren bin, haben die Herrschaftssysteme nicht überlebt. Oder hat man für die Arche so viel Holz abgeholzt?
Erster Nässe- und Kälteeinbruch auf meiner Warmduschertour. Die Schwarzmeerregion hat etwa die doppelte Niederschlagsmenge pro Jahr wie Bern. Also nicht verwunderlich und geht vorüber. Die letzten 30km mit leichtem Regen und starkem Gegenwind haben dann doch generft, vor allem der Wind und die Kälte. Der Rest war schön trotz kahler Berge und danach ein Hotelzimmer mit warmer Dusche und danach ein Mittagessen.

Sonntag, 18. Mai 2014

180514 Erzurum

Weiter mit dem Höhentraining, heute auf 1600 - 1900 müM. Die Piste ähnelt der A1, heute auch im Belag. Der Nachteil dieser, nur teils richtungsgetrennten, Pisten ist dass sie für Velofahrer langweilig zu fahren sind, mehr als die Hälfte des Gesichtsfeldes nimmt sie ein. Z.B war der Simplon der langweiligste Pass den ich gefahren bin, nur weil er am besten ausgebaut war. Der Vorteil: Man fährt rel. Sicher. Ich nehme an dass ein Grossteil der Seidenstrassenroute auf solchen Strassen verläuft. Heute wieder ein Paar schwer beladener, er noch mit Anhänger, entgegen kommender Velofernfahrer; wir konnten nur grüssen, die Stelle war schlecht für einen Gespräch.
Erzurum, 400tsd. Einw., 1900müM, liegt am Rande des Pontischen Gebirges (Pontos-Gebirge), welches ich die nächsten Tage überqueren werde.
Blickfänge: Bauer fährt Familie in Sonntagskleidung mit Traktör und Ladewagen ans Fest! Familie Gans in Angriffsstellung! Eselin mit ihrem Jungen.

Samstag, 17. Mai 2014

170514 Horasan

Horasan ist ein Provinzort, Verwaltungszentrum und Versorgungszentrum für Bauern. Es gibt mind. 3 Traktör-Händler, mehrere Metallwarenhändler und selbstversändlich Teestuben, Kolonialwarenhändler, Obsthändler, Kebap-Imbisse usw. bis zum geht nicht mehr. Wenn man hier keinen Job hat macht man irgend einen Laden auf und wartet. Ja, doch einen Bierladen gibt es auch.
Gerade hat der Muezzin seinen Ruf begonnen.